Hier aus aktuellen Anlass der dritte Teil der allseits beliebten Serie über das beste Münchner Bier, also im Grunde genommen natürlich auch über das beste Bier überhaupt auf der ganzen Welt.
Wie der aufmerksame Hobbydetektiv schon vermutet hat, geht es ums OKTOBERFEST!!!
Gut kombiniert, Holmes!
Zum Oktoberfest brauen die Münchner Brauereien alle ein speschl Bier nur für die Wiesn. Wie gottlob in Bayern üblich, gilt auch hier streng das deutsche Reinheitsgebot. Demnach muss ein Festbier in Bayern 13% Prozent Stammwürze haben. Damit hat das Festbier einen größeren Malzzuckeranteil und damit nach dem Gärprozess auch ein wenig mehr Alkohol als das gewöhnliche Helle.
Das Oktoberfestbier enthält außerdem etwas weniger Kohlensäure. Dadurch fällt es leichter, große Mengen davon zu konsumieren (harhar). Man ist auch gezwungen, die Maß schnell zu leeren, da das Bier relativ zügig lack wird. Der vollmundige und feinherbe Geschmack passt zu traditionell bayrischen Speißen wie Hendl, Brezn und so weiter. Als ungeübter Trinker empfiehlt es sich auch, vor dem Biergenuss eine Grundlage zu schaffen, da das starke Bier sonst schnell zu Kopf steigt.
Das Oktoberfestbier wird nicht nur im Wiesnzelt in der Maß ausgeschenkt, sondern ist auch im Getränkehandel oder Supermarkt in 0,5 Liter Flaschen erhältlich. Wer den Trubel auf der Wiesn meiden will, aber trotzdem preiswert in den Genuss des köstlichen Bieres kommen möchte, hat also hier die Gelegenheit dazu.
Eine Maß kostet im Zelt ein bisschen weniger als 9 Euro. Jedoch sollte man eigentlich immer 10 Euro bezahlen, um die hart schuftenden Bedienungen mit dem Trinkgeld gewogen zu stimmen.
Die Maßkrüge bestehen heutzutage aus Glas und nichtmehr aus Ton, da es so leichter ist zu kontrollieren, ob man auch wirklich einen Liter ausgeschenkt bekommt.
Sollte man deutlich weniger Bier bekommen, kann man seine Maß zurückgeben. Es gibt sogar einen in München gegründeten „Verein gegen betrügerisches Einschenken“ mit fast 4000 Mitgliedern, darunter den „bayrischen Obama“ Edmund Stoiber und Münchens Oberbürgermeister Christian Ude.
Von den 6 Millionen Besuchern werden durchschnittlich etwa 6,5 Millionen Maß getrunken.
Beim Oktoberfest dürfen nur Münchner Brauereien auf der Theresienwiese ausschenken und die Bezeichnung „Oktoberfestbier“ tragen. Dafür sind auch alle großen Brauereien auf der Wiesn mit eigenem Zelt vertreten. Besonders hervorzuheben ist an dieser Stelle das Augustiner Wiesn- Edel:
Das einzige Oktoberfestbier, das noch wirklich aus traditionellen Holzfässern ausgeschenkt wird. Die anderen Brauereien verwenden alle nur noch Holzverkleidungen an Stahltanks.
In diesem Sinne: Gsuffa!
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Wir hatten kürzlich zu einer Geburtstagsfeier einen Kasten Oktoberfestbier von Augustiner. Er war weg wie nichts… Wunderbarer Tropfen, der mE sogar besser schmeckt als das “normale” helle Lager. Das ist mir im Abgang immer ein bisschen zu wässrig. Aber das ist meckern auf sehr hohem Niveau… Im Vergleich zu anderen deutschen Städten geht`s uns hier schon richtig gut! Darauf ein Prosit!
Hey Ricardo,
danke für Dein Kommentar. Schonmal Augustiner Edelstoff probiert? Ist etwas teurer, aber Geschmack ist der Hammer. Mein absoluter Topfavorit! Sebbi hat darüber auch was geschrieben, einfach mal bei seinen Beiträgen nachschauen :)
LG Felix
Hey Felix! Jep, das kenn ich auch. Sehr süffig. Aber nicht umsonst als Schädelstoff verschrien… Aber stimmt. Ich mag es auch lieber als das normale Lager!